Cap vs. Altcha
Altcha ist im Geist das Cap am nächsten stehende Projekt: quelloffen, Proof-of-Work, kein Fingerprinting, keine Abhängigkeit von Dritten. Beide sind gute Optionen. Die Unterschiede liegen bei Funktionsumfang und Betriebsform.
Altcha hat außerdem ein kommerzielles Produkt namens Altcha Sentinel, das ML-basierte Bedrohungserkennung über das quelloffene Widget legt. Der folgende Vergleich bezieht sich überwiegend auf Cap und das quelloffene Altcha-Widget. Wenn du Sentinel erwägst, vergleichst du ein bezahltes SaaS mit einem selbst gehosteten OSS-Projekt, was eine andere Entscheidung ist.
Kurzes Fazit
Willst du ein minimales, bibliotheksartiges PoW-CAPTCHA, das du in ein Node-Projekt einbaust und dann vergisst, ist das quelloffene Altcha großartig. Willst du einen schlüsselfertigen, selbst gehosteten Dienst mit Dashboard, Unterstützung mehrerer Site-Keys, Instrumentation-Challenges über dem PoW und einer UI, die den Lösefortschritt anzeigt (ohne für Sentinel zu zahlen), passt Cap besser.
Wo Altcha sinnvoll ist
- Du willst eine winzige Integration rein als Bibliothek, ohne separaten Dienst.
- Du brauchst keine zweite Verifizierungsebene über den Proof-of-Work hinaus, oder du bist bereit, für Sentinel zu zahlen, um ML-basierte Erkennung zu bekommen.
- Du bist bereits mit Altcha integriert und die Migrationskosten überwiegen die unten genannten Unterschiede.
Wo Cap die bessere Wahl ist
- Zwei unabhängige Verifizierungsebenen, kostenlos. Cap fährt Proof-of-Work und dynamische JavaScript-Instrumentation-Challenges parallel, beides inklusive. Eine zu überwinden überwindet die andere nicht. Das quelloffene Altcha bietet nur PoW; die zweite (ML-basierte) Ebene erfordert das kostenpflichtige Sentinel.
- Standalone-Server mit Dashboard, kostenlos. Cap liefert ein Deployment in einem Docker-Container mit Web-Dashboard, Verwaltung mehrerer Site-Keys, Analytics und einem reCAPTCHA-kompatiblen siteverify-Endpunkt. Auf der Open-Source-Seite von Altcha musst du das selbst zusammenbauen; das Rundum-Erlebnis gibt es nur mit Sentinel.
- Kleineres Widget. Cap liegt bei etwa 20 KB. Altcha bei etwa 34 KB gzipped.
- Fortschrittsanzeige. Caps Widget meldet den Lösefortschritt als Prozentwert an den Nutzer, sinnvolles UX-Feedback während der kurzen Wartezeit.
- Floating- und programmatischer Modus. Cap kann sich komplett verstecken oder bis zum Absenden über einem Button schweben. Altchas Anzeigemodi sind einfacher gehalten.
- Anpassbares Aussehen. Cap bietet CSS-Variablen für Farben, Größe, Position und Icons. Altchas Anpassbarkeit ist begrenzter.
Wo sie sich ähneln
- Beide sind quelloffen (Cap unter Apache 2.0, Altchas Widget unter MIT) und ohne Telemetrie.
- Beide fahren clientseitigen Proof-of-Work, um Missbrauch teuer zu machen.
- Beide kommen selbst gehostet ohne jeden Round-Trip zu Dritten aus.
- Beide sind von Grund auf DSGVO- und CCPA-freundlich.
Siehe auch
- Live-Demo: Cap im Browser ausprobieren
- Wie Cap Bots erkennt: Proof-of-Work plus Instrumentation
- Alle Alternativen: vollständige Funktionsmatrix
- Open-Source-CAPTCHA-Optionen: Cap, ALTCHA, mCAPTCHA und Anubis im Vergleich
